Nachhaltig drucken oder doch Umweltsünder?

Ich möchte das Thema „Nachhaltig drucken“ an meinem ersten Print-Projekt erläutern.

Als ich mit dem Design für den Alpenkalender 2021 fertig war, fragte ich mich: wie kann man diesen einigermaßen umweltverträglich drucken?

Die erste Frage, die ich mir stellte: ist die Herstellung eines Produktes mit einem „Ablaufdatum“ von einem Jahr zeitgemäß?

In meinen Augen ja, da der Kalender oft jeden Tag angesehen wird und daher ständig genutzt wird. Zudem sind beim Kalender „Die Alpen 2021“ die Bilder im Verhältnis zum Text sehr groß und können daher auch weiter als Wandbild genutzt werden.

Zweite Frage: wie kann ich bei dem Druckauftrag auf Nachhaltigkeit achten?

Zunächst versuchte ich den Plastikanteil sehr gering zu halten. Ich verzichtete also auf einen zweiten Plastikschutz an der Rückseite des Kalenders. Außerdem wählte ich keine UV-Glanzlackierung, da diese das Papier erschwert recyclebar macht. Es gibt zudem die Möglichkeit bei vielen Druckerein einen kleinen Extra-Betrag für besondere Nachhaltigkeit zu spenden. Diese werden oftmals mit einem Gütesiegel angeboten. Diese Möglichkeit zur Investition in Umweltschutz sieht man auch immer öfters bei der Buchung von Flügen als CO2-Abgabe.

Bild Kalender 2021 Die Alpen Januar

Mein Fazit: Schöne Bilder hängen eine sehr lange Zeit an der Wand und sind oftmals zeitlos. Daher braucht man kein schlechtes Gewissen zu haben und verzichtet lieber mal auf die Plastikverpackung beim Einkaufen.